Manfred Dittmayer

AVILOXX - ein neues Modellflugzeug-Ortungssystem

AVILOXX

Neues Modellflugzeug-Ortungssystem

Um das immer wieder auftretende Problem verlorengegangener Modellflugzeuge zu lösen, wurde in den vergangenen Monaten ein neuartiges Modellflugzeug-Ortungssystem entwickelt, das die bisherigen Lösungen an Ortungsgenauigkeit und Reichweite  übertrifft und leicht zu bedienen ist.

Durch eine neue Funk-Technologie kann man mit relativ geringen Sendeleistungen beachtliche Reichweiten überbrücken. Das bedeutet bei gutem Standort eine Funkreichweite bis zu 20 km und mehr.

Die Funkübermittlung von Positions-Daten erfolgt auf mehreren Kanälen mit Frequenzhopping. In der Praxis ist das so, dass man nach Sichtverlust des Luftfahrzeuges in alpinem Gelände OHNE GSM- und Internetabdeckung (z.B. in den Bergen mit Seitentälern etc.) mit höchster Wahrscheinlichkeit das  Modell orten und wiederfinden kann.

Ortungsverfahren

Im Modell befindet sich eine ca.19 Gramm leichte Sendereinheit, bestehend aus einem GPS-Empfänger und einem Microcomputer, die aus einer  LiPo-Batterie  3,7v mit 500mAh (ca.10 Std.) oder höher gespeist wird  und aktiv ihre geographische Position sowie andere  wichtige Daten sendet.

Vorgehensweise

Der über den Sichtverlust unglückliche Pilot bekommt auf  einem kleinen Empfänger den zugeordneten Namen des  Modells,  die Positions-Daten des  Landepunktes, die Höhe, die Signalstärke und die Batteriespannung auf einem gut ablesbaren Display des Empfängers angezeigt.

Diese Daten werden auf ein Android-Smartphone  OHNE   Internet- und OHNE  GSM-Anbindung in eine spezielle  Kartensoftware via Bluetooth Verbindung übertragen  und zur Kartendarstellung sowie gesprochenen   Anweisungen über Richtung und Entfernung vom eigenen  Standort gebracht.

Das heißt:

Man sieht auf einem Android-Smartphone OHNE   Internet-und Mobilfunk-Verbindung mit  entsprechender   Applikation, die  eigene Position und die des in  unbekanntem Gelände gelandeten Modells in einer  Kartendarstellung und kann sich dadurch im Gelände besser orientieren und bewegen.

Erweiterte Vorgehensweise

Sollte wegen widriger Umstände (zu große Entfernung,  extrem tiefes und enges Tal, Geländeabschattung etc.)  dennoch kein direkter Funkkontakt zwischen dem  verlorenen Modell und dem Piloten möglich sein, gibt es  noch die Möglichkeit, mit einem weiteren   Flugmodell, das einen Repeater (ca.12 Gramm) mit    Up- und  Downlink zum Piloten an Bord hat, die Radio-Sichtweite aus der Luft auf ein Vielfaches   zu erhöhen und damit die  Ortung auch in nicht einsehbarem   Gelände zu ermöglichen.

Dieses System wurde entwickelt, da schon häufig Flieger in einer Thermik mit atemberaubendem Höhengewinn mit nachfolgendem Sichtverlust verlorengingen, aber nach einigen Stunden in einer Entfernung zum Startpunkt von 28 km unbeschädigt in einem Feld geortet und geborgen werden

konnte. Der Verlust des Modellflugzeuges wäre teuer, aber auch als Versagen des Piloten zu sehen gewesen.

Das Ortungssystem besteht aus folgenden Teilen:

Sendereinheit mit GPS  (im Modell) mit Eigenstromversorgung

Empfängereinheit mit Display und Bluetooth (beim Piloten)

Darstellungsbeispiele für Android-Smartphone oder SmartWatch

Repeater, optional (im Repeaterflieger)  Für große Entfernungen oder nicht einsehbares Gelände mit Eigenstromversorgung.

Einbau:

Die in den Luftfahrzeugen eingesetzten Einheiten sollten mit einer eigenen Stromversorgung (1 Zelle LiPo 3,7 v mit 500 mAh oder höher) und mechanisch geschützt eingebaut werden.  Die Antenne wird geradlinig und mit Abstand von elektrisch leitenden Teilen verlegt. Bei Kohlefaser-Rümpfen empfiehlt sich eine Durchführung nach außen.  Die Antennenlänge aller Geräte ist abgestimmt und darf nicht verändert werden.  Der Betrieb ist in allen EU-Ländern bewilligungs- und kostenfrei.

Für den Betrieb benötigte Teile:  

GPS-Sendereinheit

Repeater

Empfängereinheit mit Bluetooth und Display

Smartphone Android ab 4.1 mit Speicherkarte

Kartensoftware mit Streckenaufzeichnung   und/oder  Listen-Darstellungs-App

 

Weitere Informationen und Bezugsquellennachweis  unter:

aviloxx@gmx.at