DI Heimo Stadlbauer

19. Styria Elektroflug-Meeting in Dietersdorf am Gnasbach

Prächtiges Wochenendwetter lockte heuer am 31.8. und 1.9.2019 wieder 44 Piloten und eine Pilotin mit insgesamt ca. 90 Modellen zum 19. Styria Elektroflug-Meeting auf dem Modellflugplatz des UMFC Gnas in Dietersdorf am Gnasbach. Hoch erfreut empfingen der Club-Präsident Heinrich Geiger und Organisator Heimo Stadlbauer die Piloten.

Nach dem Ausfüllen des obligaten Datenblattes konnten die Piloten gemäß dem Motto „von Slow bis Speed-von Propeller über Rotor zu Impeller“ nach Herzenslust fliegen. Im Vordergrund standen auch Geselligkeit, Kontakte knüpfen und Erfahrungsaustausch. Neu hinzu gekommene Piloten wurden herzlich aufgenommen. Der Platzsprecher Heimo Stadlbauer kommentierte die Flüge und gab Informationen über die technischen Daten des Modells, allenfalls auch noch zusätzlich über das Original.

Sepp Fahrleitner machte den Eröffnungsflug und flog trotz körperlicher Behinderung mit riesiger Begeisterung seine Lunak LF 107. Der 11jährige Lukas Schwaiger schloss sich mit einem Parkflyer an. Nachdem Werner Pitter die Messerschmitt Me 323 zusammengebaut hatte, zeigten sich die wahren Ausmaße des. „Giganten“. Mit 5,5 m Spannweite und 21 kg Gewicht gerade nicht ein Leichtflugzeug! Die 2,2 m spannende Junkers Ju 88 von ihm bot auch ein tolles Flugbild.

An größeren Motormodellen konnten ua. die Fokker E III von Volker Schreiegg, Rockwell OV-10D „Bronco“ von Helmut Schaffler, Boeing PT 17 „Stearman“ und North American AT 6 „Texan“ von „Mister Warbird“ Stefan Nedoma, Cessna Bobcat AT 50 von Heinrich Geiger, Aviatik Berg D I von Berhard Klauscher bewundert werden. Karlheinz Schwaiger führte mit seiner „MXS Extreme-Flight“ tollen Kunstflug vor. Die etlichen anderen kleinen Motormaschinen standen den großen um nichts nach. Hercules C-130, T 45 „Hawk“, Pilatus PC 6, Lockheed Super Constellation, T 28 „Trojan“ etc. wiesen ein tolles Flugbild auf.

Bei den Hubschraubern gab es eine interessante Mischung aus 3 D-Hubis und originalgetreuen Nachbauten. Matthias Neubauer, der regierende Staatsmeister in der Klasse F3N, zeigte wie Tripolt, Leitinger und Schwaiger ihre Künste. Die Ameisen setzten bereits ihre Helme auf. Gemütlicher ging es bei den Scale-Hubis zu, wobei der franz. Rettungshubschrauber EC 145 von Gerald Serschen, der Hughes 500 von Martin Grabher, die Bo 105 von Gerald Strehwitzer und Bell „Cobra“ von Wolfram Kügler besonders hervor stachen.

Klingt wie Düse, sind aber mittels E-Impeller angetriebene Jets. Drei „kleinere“ Viper-Jets, eine Viper von LSL Peter Zarfl, ein „Hawk“ T45, Suchoi 27 etc. bevölkerten den Luftraum. Ein jetähnliches Pfauchen machte allerdings auf einen Seglerstart aufmerksam. Andreas Geistenberger startete den 5,6 m großen Segler L 13 AC-Blanik, angetrieben von einem einklappbaren Jetfan 130. Er zeichnete mittels Rauchpatronen orange Spuren in den blauen Himmel.

Auch andere kleine Segler, wie Dandy, Amigo II, ASW 17,  Nurflügler „Aros“ etc. nutzten die Thermik. Ein F5B Wettbewerbssegler von Martin Grabher ließ die Luft kochen. Interessant war auch der Nachbau eines Ultraligths „Aerosport 103“ von Markus Sumper, sowie Fesselflug von Hermann Schuster. „Mister Depron“ Egon Gaksch führte Leichtbaumodell aus Depron vor. Dass es noch kleiner geht, zeigte der Autor Heimo Stadlbauer mit einem 17 g „schweren“ Tobyrich Moskito Doppeldecker, gesteuert über das i-Phone. Dazwischen konnte man zur Auflockerung die mit Musik untermalten Synchronflüge von Vater und Tochter Jamnig genießen.

Am Samstag durften Heinrich Geiger und Heimo Stadlbauer den Bundessektionsleiter und Aeroclub Vizepräsident Christian Faymann recht herzlich begrüßen. In seinem Statement referierte Christian über die kommenden neuen gesetzlichen Vorschriften für die Modellfliegerei.

Herzlichen Dank den anwesenden Piloten, dem Präsidenten Heinrich Geiger, den Helferinnen und Helfern und speziell der Küchen(frauen)-mannschaft.

Im Jahr 2020 wird das zwanzigjährige Jubiläum des Styria-Elektroflug-Meetings gebührend gefeiert werden. Wir freuen uns auf euer Kommen!

 

Fotos: Stadlbauer, Jamnig

1--Der Modellflug-Bundessektionsleiter Christian Faymann (Mitte) zu Besuch, flankiert von H. Geiger, H. Stadlbauer, LSL P. Zarfl, Prop-Redakteur W. Semler(von links)

2--Sepp Fahrleitner mit Lunak LF 102, 6m Spwte., 23 kg, Akku 12s

3--Daniel Tammerl mit AUA Douglas DC 3 „Enzian“

4--Messerschmitt Me 323 „Gigant“ von Werner Pitter, 5,5m Spwte. 21 kg, Akku 6x4s

5--EC 145 Eurocopter von Gerald Serschen, 1,7m Rotordurchmesser, 12 kg, Akku 12s

6--LSL von Kärnten Peter Zarfl mit „Viper“ Jet, Spwte. 1,95m, 7,6,kg, Akku 12s, 120mm Impeller

7--Andreas Geistenberger zeichnete mit seinem Segler L 13 AC-Blanik Figuren in den Himmel, 5,6m Spwte., 20,5 kg, Akku 14s, 130 mm Impeller

8--Das Kampfflugzeug aus dem Ersten Weltkrieg Aviatik Berg D I von Bernhard Klauscher, 2,5m Spwte., 17 kg, Akku 12s

9--Karlheinz Schwaiger zeigte Kunstflug mit der „MX Extreme Flight 94“, 2,3m Spwte., 10 kg, Akku 12s

10--Das größte (Me 323 Gigant) und kleinste (Moskito) Motorflugzeug dieses Treffens zeigten Werner Pitter (li) und Heimo Stadlbauer

11--Der Original-Nachbau eines Polizei-Hubschraubers in New York von Martin Grabher, Hughes 500, Akku 12s

12--Matthias Neubauer, der regierende Staatsmeister in der Klasse F3N, mit einem seiner 3D Hubschrauber

13--UMFC-Gnas Präsident Heinrich Geiger (rechts) zeigt gemeinsam mit Heimo Stadlbauer stolz seine riesige Cessna Bobcat AT 50, 3,7m Spwte, 23 kg, Akku 2x 10s

14--Das „Urviech“ Kuno Frauwallner mit dem Graupner Kadett ohne (!) Fenster

15--Moderner Elektro-Impeller Viper Jet von LSL Peter Zarfl (re) und der Nachbau eines WW I Kampfflugzeuges, Aviatik Berg D I von Bernhard Klauscher, erfreuen sichtlich den Organisator Heimo Stadlbauer (Mitte)

16--Wolfram Kügler brachte eine Bell „Cobra“ mit und präsentierte sie vorbildgetreu im Flug; 1,8m Rotordurchmesser, 10 kg, Akku 12s

17--Das brillante Kunstflugteam „Lisa und Fritz Jamnig“, flogen unter der musikalischen Begleitung von „Sound of Silence“ ihr Synchron Flugprogramm; Extra 330, 2,4m Spwte., 9 kg, Akku 12s

18-- Der erste Eindruck täuscht nicht; das ist eine „echte“ Messerschmitt Bf 109, 80% der Originalgröße, pilotiert von Dietmar Poll

19--Dietmar Poll mit seinem Leichtflugzeug Messerschmitt Bf 109 beim tiefen Überflug

20--„Mister Warbird“ Stefan Nedoma beim Landeanflug mit Boeing PT 17 „Stearman“, 3m Spwte., Akku 12s

21--Der Organisator, Platzsprecher und Autor Heimo Stadlbauer